Einführung/Überblick
Was ist TRADElube
TRADElube baut das Sortiment aus den Daten auf, die Ihre Lieferanten und Systeme liefern, und betreibt die Anbindungen, über die es in Warenwirtschaft, Onlineshop und Marktplatz fließt. Was dabei entsteht, ist ein verkaufsfähiges Sortiment, das niemand eintippen musste. Technisch steht dahinter die Verschmelzung eines PIM-Systems (Produktinformationssystem) mit eigener Datenbasis und einer Multichannel-Plattform. Wir, die FFE-Tech GmbH, betreiben TRADElube als Service unter app.tradelube.com. Als Kunde erhalten Sie Ihren persönlichen Mandanten und damit Ihre eigene Datenbank, bei Bedarf auch mehrere.
Das Wort, das Ihnen dabei überall begegnet, ist der Kanal: die Anbindung an ein anderes System, etwa eine Warenwirtschaft, einen Onlineshop wie Shopware, WooCommerce oder Shopify oder einen Marktplatz wie Shöpping. Auch die Dateien Ihrer Lieferanten kommen über einen Kanal herein, den benutzerdefinierten, dateibasierten: Er liest sie ein und ist damit die Grundlage des Sortimentsimports.
Zwei Ausgangslagen sind der Regelfall. Entweder Ihre Warenwirtschaft führt das Sortiment: Dann legt TRADElube es in den übrigen Kanälen an, hält es aktuell und holt die Bestellungen zurück. Oder das Sortiment entsteht erst, aus den Preislisten und Katalogen Ihrer Lieferanten, so wie sie kommen: Nicht Ihre Dateien werden an TRADElube angepasst, sondern die Konfiguration an Ihre Dateien. TRADElube macht daraus die Struktur, die ein Shop braucht: Hauptartikel und Varianten, Eigenschaften, Preise, Bilder. Der Aufwand hängt dabei an der Zahl Ihrer Lieferanten, nicht an der Zahl der Artikel. Ob über ein einmal eingerichtetes Format 500 Artikel laufen oder 50.000, ist Ihre Entscheidung und nicht Ihre Arbeit. Und wo keine Warenwirtschaft steht oder bestimmte Details dort nicht erfasst werden können, pflegen Sie das Sortiment direkt in TRADElube, ganz oder ergänzend.
Einen ersten Eindruck vom System gibt das Video:
Was TRADElube von einer herkömmlichen Anbindung unterscheidet
Eine herkömmliche Anbindung oder ein Connector-Plugin überträgt direkt zwischen genau zwei fest vorgegebenen Systemen, wie in der folgenden Abbildung dargestellt: das Sortiment in den Onlineshop, die Bestellungen zurück in die Warenwirtschaft. Die Daten werden dabei unmittelbar von dem einen System in das andere übersetzt.

Genau darin liegt die Schwäche. Tauschen Sie eines der beiden Systeme aus, passen die Teile nicht mehr zusammen, und Sie suchen sehr wahrscheinlich eine neue Schnittstellensoftware.

TRADElube ist anders aufgebaut. Als PIM-System hat es seine eigene Datenbasis, und jeder Kanal wird direkt an TRADElube angebunden. Die Kanäle sind damit indirekt und gleichzeitig auch untereinander verbunden.

- Die Kanäle sind austauschbar, und damit auch der Onlineshop
- Gleiche Kanaltypen lassen sich mehrfach anbinden, etwa mehrere Instanzen von Onlineshops
- Ein neu entwickelter Kanal ist sofort mit allen Kanälen kombinierbar, die TRADElube bereits unterstützt
- Die Kanäle entwickeln sich weitgehend unabhängig voneinander weiter
- Und trotzdem profitieren alle Kanäle von neuen Features
Sie sind beispielsweise Hersteller oder Benutzer eines Warenwirtschaftssystems für einen Nischenmarkt, und bestimmte Schnittstellen fehlen noch. Oder Sie haben keine freien Ressourcen, sich dauerhaft auch noch um diesen Aspekt des Onlinehandels zu kümmern. Die Entwicklung eines passenden Kanals für TRADElube ermöglicht Ihnen gleichzeitig die Anbindung an alle bisher unterstützten Kanäle. Win-Win-Kooperationen dieser Art sind ausdrücklich erwünscht.
Anbindung über die offiziellen Schnittstellen der Hersteller
TRADElube hat eine eigenständige Benutzeroberfläche und ist kein Plugin, das im Shop installiert wird. Mit den angebundenen Systemen spricht es ausschließlich über die Schnittstellen, die deren Hersteller für genau diesen Zweck anbieten, etwa die von Shopware, die von WordPress und WooCommerce oder TriCon für TriData. Das trägt zur Stabilität bei. Der Grund: Eine solche Schnittstelle (im Fachwort API) wird vom Hersteller für die Anbindung von außen geschaffen, und auf ihre Kompatibilität wird in der Regel streng geachtet, was bei einem Plugin im Inneren des Shops nicht immer der Fall ist. Ein Shop-Upgrade hat damit vergleichsweise wenig Auswirkungen auf den Betrieb der Anbindung.
Weil TRADElube bei uns im Rechenzentrum läuft, kommt dazu, was Sie selbst nicht betreiben müssen: Ausfallsicherheit dadurch, dass jeder Teil der Anwendung mehrfach auf mehreren Servern läuft und ein ausgefallener sofort ersetzt wird, automatische Upgrades, größere in Absprache, und eine dauerhafte Systemüberwachung, bei der wir viele Probleme beheben, ohne dass Sie aktiv werden müssen.
Wofür TRADElube gebaut ist
Was TRADElube auszeichnet, lässt sich an fünf Stellen festmachen, und vier davon gehen auf eine einzige Entwurfsentscheidung zurück: Der Zustand einer Übertragung hängt am einzelnen Datensatz, nicht an der Ausführung der Aufgabe, die ihn angestoßen hat. Jedes Produkt, jede Kategorie, jede Bestellung trägt je Kanal einen eigenen Vermerk mit dem, was zuletzt übertragen wurde, dem Ergebnis und dem, was noch offen ist. Eine Ausführung ist damit kein Alles-oder-nichts, sondern schreibt den Bestand Datensatz für Datensatz fort. Der Entwicklungsaufwand eines solchen Entwurfs ist deutlich höher, als jedes Mal einfach alles zu verarbeiten. Warum wir ihn trotzdem treiben, zeigen die folgenden Abschnitte.
Ihre individuelle Arbeitsweise
Was Sie führen, was Sie unterscheiden und wie Sie benennen, bildet TRADElube ab, statt Sie in ein Schema zu zwingen. Die Kette dafür ist durchgehend. Eigenschaften ergänzen, was es als Feld nicht gibt, in sieben Typen und an allen sechs Hauptobjekten, also auch an Bestellung, Kunde und Medium. Der Transferplan legt Zeile für Zeile fest, woher ein Wert kommt und wohin er im angebundenen System geht. Skripte berechnen den Wert, den es nirgends fertig gibt. Auswahl und Filter entscheiden, welche Datensätze überhaupt mitgehen. Und der benutzerdefinierte Kanal liest Dateien und Feeds, deren Aufbau nur Sie kennen.
Ein mitgeliefertes Importwerkzeug verlangt, dass die Datei zu seinem Schema passt. Bei TRADElube ist es umgekehrt: Die Datei bleibt, wie sie ist, die Konfiguration passt sich ihrem Aufbau an, und dieses Anpassen ist unsere Aufgabe, nicht Ihre.
So sehen die Zeilen eines Transferplans aus, hier aus einem Lieferanten-Import, mit einer Feldzuweisung und mehreren Skripten:

Diese Freiheit kostet Konfigurationsaufwand, einmalig, aber real. Deshalb gehört zu TRADElube ein Service, und der ist inklusive: Die Konfiguration der Kanäle und Aufgaben übernehmen wir. Den für die meisten Benutzer gängigen Normalfall legt TRADElube ohnehin von selbst an. Sagen Sie uns, was Sie wie umgesetzt haben möchten, und wir richten es ein. Mit Transferplänen müssen Sie sich also nicht selbst beschäftigen, außer Sie möchten. Auch danach bleibt es betreut: Was ein Lieferant im Alltag an seiner Datei ändert, ziehen wir nach, ohne dass Sie etwas anstoßen. Stellt er sie grundlegend um, oder kommt ein neuer Lieferant dazu, ist das keine Wartung, sondern eine neue Einrichtung. Und wo sich für eine Anforderung keine passende Konfiguration findet, sind wir offen für Weiterentwicklung.
Die Konzepte Eigenschaften und Transferplan erklären die Kette im Einzelnen.
Übertragen wird, was sich geändert hat
Zu jedem Datensatz merkt sich TRADElube einen Fingerabdruck der zuletzt übertragenen Daten. Läuft die Aufgabe das nächste Mal, vergleicht TRADElube, und was gleich geblieben ist, wird übersprungen, bevor es überhaupt geladen wird. Der Aufwand richtet sich damit nach dem, was sich geändert hat, und nicht nach der Größe des Bestands. Ein Sortiment mit 50.000 Artikeln ist kein anderer Fall als eines mit 500. Eine Preisänderung steht im Shop, ohne dass vorher Zehntausende unveränderte Artikel abgearbeitet werden.
Drei Grenzen gehören dazu. Beim ersten Mal überträgt die Aufgabe alles, denn noch ist nichts übertragen. Eine Änderung am Transferplan setzt den Vergleich zurück, weil sich die Vorschrift geändert hat und nicht die Daten. Und Individualisierung hat ihren Takt: Jedes Skript ist Rechenarbeit je Datensatz, ein sehr individueller Plan läuft langsamer als ein schlanker. Diese Abwägung treffen Sie, nicht wir.
In welchem Takt Aufgaben laufen, steht im Konzept Aufgaben.
Sie können selbst nachsehen, woran es liegt
Bei einer Abweichung ist die eigentliche Arbeit selten das Beheben, sondern das Eingrenzen der Ursache: Wurde der Wert so geliefert, so verarbeitet oder so übergeben? Eine Schnittstelle verbindet mehrere Systeme, und ohne Beleg beginnt an dieser Stelle die Suche nach dem Zuständigen. TRADElube zeichnet deshalb je Datensatz und Feld auf, was tatsächlich übertragen wurde. Nachsehen können Sie das selbst, in der Nachverfolgung als Gesamtübersicht oder direkt am betroffenen Produkt.
Der Klassiker ist ein Lagerbestand, der im Shop nicht zur Warenwirtschaft zu passen scheint. Die Nachverfolgung des Produkts zeigt, welcher Bestand an den Shop übergeben wurde:

Steht dort der erwartete Wert, liegt die Ursache im Shop. Steht dort schon der falsche, zeigt die Nachverfolgung des Imports, ob er bereits so geliefert wurde. Die Eingrenzung dauert damit Minuten statt Tage, und das Gespräch mit Shopbetreuer oder Warenwirtschaftshaus beginnt mit einem Befund statt mit einer Vermutung. Es geht dabei um die Ursache, nicht um Schuld.
Auch das hat seinen Preis: Die Nachverfolgung läuft über den gesamten Datenbestand mit und kostet Platz. Je Datensatz wird deshalb eine begrenzte Zahl von Ständen aufgehoben, ältere fallen weg.
Wie Sie eine echte Abweichung damit eingrenzen, führt die Anleitung Nachverfolgung vor. Die Stände und Filter erklärt das gleichnamige Konzept.
Fehler werden gemeldet, nicht verschluckt
Was nicht durchgeht, erzeugt einen benannten Fehler an einem benannten Datensatz. Der Status sitzt an der Verknüpfung von Datensatz und Kanal: Eine Aufgabe kann als Ganzes durchlaufen und trotzdem drei fehlerhafte Produkte hinterlassen, die sichtbar bleiben, bis sie durch sind. Ein sichtbarer Fehler ist billig. Ein unsichtbarer kommt über Ihre Endkunden zurück, Wochen später und ohne Spur, wo er entstanden ist.
In der Nachverfolgung sieht das so aus, mit dem Filter Fehlerhaft und einer Meldung, die Ursache und Lösungsweg nennt:

Die Fehlertexte selbst sind nicht einprogrammiert. Zwischen der technischen Ausnahme und dem, was Sie lesen, sitzt eine zentral gepflegte Zuordnung, die daraus eine verständliche Meldung mit Handlungshinweis macht. Ein neu auftauchendes Problem bekommt damit eine brauchbare Meldung, ohne dass Sie auf eine neue Version warten müssen.
Diese Haltung führt dazu, dass TRADElube manchmal anhält, wo ein anderer Entwurf weiterliefe. Liefert ein angebundenes System plötzlich deutlich weniger Datensätze, steht die Synchronisierung dieses Bereichs still, bis ein Mensch entschieden hat, ob der Rückgang gewollt war. Lieber einmal zu viel nachgefragt als ein Sortiment stillschweigend halbiert.
Was eine Meldung im Einzelnen bedeutet und was Sie dann tun, steht unter Fehlermeldungen verstehen.
Eine Störung hinterlässt keine stille Abweichung
Eine Übertragung, die nicht durchkam, bleibt offen und wird wieder aufgenommen, bis sie durch ist. Bricht eine Aufgabe ab, ist deshalb nichts verloren. Es heißt nur, dass diese Datensätze noch nicht fortgeschrieben sind. Nach einem Fehler wartet TRADElube mit wachsendem Abstand, statt im Minutentakt gegen ein fremdes System zu laufen. Ein manueller Start nimmt alles Fehlgeschlagene sofort wieder mit. Und die Erneuerungszeit gleicht ein Zielsystem nach einer Weile auch dann wieder an, wenn dort jemand von Hand etwas verstellt hat.
Eine kurze Netzstörung, ein Neustart, eine Wartung im Shop erzeugen damit keine stille Abweichung. Genau diese Abweichungen sind die teuersten, weil sie erst auffallen, wenn ein Endkunde ein Produkt nicht findet, und dann weiß niemand mehr, welche Aufgabe vor drei Wochen abgebrochen ist.
Warum Daten im Shop trotzdem manchmal anders aussehen als erwartet, und was dann zu tun ist, steht in den Grundlagen der Synchronisation.
Wo Sie weiterlesen
Diese Dokumentation ist in vier Achsen aufgebaut, und jede beantwortet eine andere Frage:
- Erste Schritte: Konto, Rundgang durch die Oberfläche, der erste Kanal, die erste Übertragung. Einmal durchgearbeitet, kennen Sie das System.
- Konzepte: warum TRADElube etwas so macht, wie es das macht. Kanäle, Aufgaben, Transferplan, Zuordnungen, Nachverfolgung.
- Anleitungen: Schritt für Schritt zu einem Ziel, vom Anbinden eines Shops bis zur Problemanalyse.
- Referenz: jeder Bereich, jedes Feld, jede Schaltfläche, dazu je angebundenem System eine eigene Seite mit seinen Aufgaben und Grenzen.
Zum Nachschlagen gibt es daneben das Glossar und die Häufigen Fragen.
Jetzt loslegen
Nehmen Sie gerne jederzeit unverbindlich Kontakt mit uns auf unter info@ffe-tech.com, und wir besprechen Ihr Projektvorhaben ausführlich. Auf Wunsch führen wir Ihnen das System in einem Onlinemeeting live vor, direkt an Ihren Anforderungen. TRADElube ist eine reine B2B-Plattform: Als Unternehmer registrieren Sie unter app.tradelube.com ein Konto. Nach Absprache legen wir Ihren persönlichen Mandanten an, richten die erste Konfiguration mit Ihnen ein, und Sie können sofort loslegen.