CAO-Faktura anbinden
Diese Anleitung verbindet CAO-Faktura mit TRADElube: von den Zugangsdaten aus dem Kanal über die Shop-Einstellungen der Warenwirtschaft und die Statuszuordnungen bis zur ersten Übertragung. Die Anmeldung läuft dabei andersherum als bei einem Onlineshop. TRADElube stellt die Zugangsdaten aus, und CAO-Faktura meldet sich damit über seine eingebauten Shopfunktionen, denn aus Sicht der Warenwirtschaft ist TRADElube ein Onlineshop. Warum dieser Kanal so gebaut ist und was daran hängt, steht unter CAO-Faktura (Kanäle).
Voraussetzungen
- Eine Installation von CAO-Faktura mit Shopfunktionen. Ein zusätzliches Programm brauchen Sie nicht, die Übertragung ist in der Warenwirtschaft eingebaut.
- Internetzugang für die Warenwirtschaft. Ein Zugang von außen in Ihr Netz ist dagegen nicht nötig, denn CAO-Faktura ruft TRADElube und nicht umgekehrt.
- Der CAO-Faktura-Kanal in TRADElube ist angelegt. Das übernehmen wir, siehe Kanal einrichten.
Schritt für Schritt
Achtung: Neu Erstellen macht das bisherige Paar sofort ungültig. Eine laufende Anbindung steht still, bis die neuen Werte in CAO-Faktura stehen.
Zugangsdaten in TRADElube erzeugen. Öffnen Sie unter dem Navigationspunkt Kanäle Ihren CAO-Faktura-Kanal über die Schaltfläche Bearbeiten. Im Bereich Zugangsdaten erzeugt die Schaltfläche Neu Erstellen ein frisches Paar. TRADElube fragt vorher nach. Danach stehen Url, Benutzer und Passwort lesbar im Bereich. Übernehmen Sie die drei Werte jetzt nach CAO-Faktura, wie es die nächsten Schritte zeigen. Das Passwort zeigt TRADElube nur in diesem Moment an, beim nächsten Öffnen des Kanals ist es wieder verdeckt. Verloren ist damit nichts: Ein neues Paar ist jederzeit einen Klick entfernt, es muss danach nur wieder in die Warenwirtschaft.

Die Shop-Einstellungen in CAO-Faktura öffnen. In CAO-Faktura öffnen Sie unter Datei den Eintrag Shop-Einstellungen. Legen Sie über Neuer Shop einen Eintrag an und geben Sie ihm einen Namen, an dem Sie die Anbindung wiedererkennen, etwa TRADElube.

Zugangsdaten eintragen. Im Registerblatt URL/Proxy tragen Sie die Url aus dem Kanal unter URL zum Script ein, den Benutzer unter Benutzername und das Passwort unter Passwort. Die Proxy-Felder darunter bleiben leer, sofern Ihr Netz keinen Proxy vorschreibt. Speichern Sie über Speichern.

Allgemeine Einstellungen setzen. Im Registerblatt Allgemein entscheiden wenige Einstellungen über das Zusammenspiel:
- Software: XT-Commerce oder Shopware, beide funktionieren.
- Brutto-Shop: gesetzt.
- SSL-Übertragung: gesetzt.
- Bestellnummer (OrderID) weiterverwenden: nicht gesetzt.
- CustomersID als Kundennummer verwenden: nicht gesetzt.
- CustomersCID als Kundennummer verwenden: gesetzt.
Die übrigen Einstellungen des Blatts richten sich nach Ihrer Arbeitsweise. Das Registerblatt Erweitert hat nur für CAO-Faktura selbst Bedeutung, TRADElube wertet davon nichts aus.

Statuszuordnungen abgleichen. Beide Seiten verbinden ihre Bestellstatus über eine Nummer, und diese Nummern müssen zusammenpassen. In CAO-Faktura führt das Registerblatt Order-Status die Stadien mit ID und Beschreibung.

In TRADElube öffnen Sie am Kanal den Bereich Zuordnungen, Register Bestellstatus. Über die Schaltfläche Neu legen Sie je Status eine Zeile an: In die Spalte Extern tragen Sie die ID aus CAO-Faktura ein, in Intern wählen Sie Ihren Bestellstatus. Die externe Seite tragen Sie bei diesem Kanal von Hand ein, denn TRADElube ruft die Warenwirtschaft nicht auf und kann die Liste deshalb nicht holen. Entscheidend ist, dass jede ID auf den gleichbedeutenden Status zeigt.

Nach demselben Prinzip gleichen Sie die Registerblätter Lieferart und Zahlart mit den Registern Lieferarten und Zahlungsarten ab. Speichern Sie danach beide Seiten, in TRADElube über Speichern.
Varianten einschalten, falls Sie Variantenprodukte führen. Dafür muss das Modul Produktvarianten bei CAO-Faktura zusätzlich lizenziert sein. Hauptprodukt und jede Variante sind dann eigene Artikel, und am Artikel des Hauptprodukts weisen Sie die Varianten zu, in der Artikelverwaltung unter Erweitert, Unterregister Varianten. Damit die Eltern-Kind-Struktur auch über die Schnittstelle geht, setzen Sie im Registerblatt Sonstiges der Shop-Einstellungen den Haken Varianten in den Shop übertragen, und zwar vor der ersten Übertragung.

Farbe, Größe und ähnliche Merkmale bildet CAO-Faktura am besten über das Modul Produktattribute ab, mit Katalogen, die am Artikel zuweisbar sind. Einfachere Wege über den Variantentext oder Benutzerfelder gehen auch. Welche Felder dann in TRADElube auf welche Eigenschaft laufen, stellen die Transferpläne im Kanal ein. Diese Abstimmung übernehmen wir gerne mit Ihnen.
Vormerken, was in den Shop soll. Der Menüpunkt Shop von CAO-Faktura merkt Produkte, Hersteller, Kategorien und die Produkt-Kategorie-Zuordnungen für einen erneuten Upload vor. Nehmen Sie die Bereiche einzeln und übertragen Sie jeden, bevor Sie den nächsten vormerken: erst die Hersteller, dann die Produkte, dann die Kategorien samt der Produkt-Kategorie-Zuordnungen. Der Grund: Was ein Datensatz als Verweis braucht, muss vorher da sein.
Erste Übertragung starten. Übertragen wird über die Gruppe Tools der linken Leiste und deren Eintrag Shoptransfer. Für den Weg in den Shop zählt allein das Registerblatt Update CAO->SHOP: Es sammelt alles Vorgemerkte, Hersteller, Produkte, Kategorien und die Rückmeldung zum Bestellstatus, je Zeile mit Bereich, CAO-ID und Shop-ID. Übertragen wird die Liste dann über Update ausführen. Die übrigen Registerblätter bedienen die Gegenrichtung, also das, was aus dem Shop zurück in die Warenwirtschaft läuft.

Ergebnis prüfen
Jeder Abruf der Warenwirtschaft hinterlässt im Kanal eine Übertragung, im Bereich Nachverfolgung, neueste zuerst. Steht dort nach dem Abgleich je Datensatz Erstellt, ist die Anbindung durch. Die übertragenen Daten finden Sie unter den Navigationspunkten Produkte, Kategorien und Hersteller. Bleibt die Nachverfolgung leer, hat die Warenwirtschaft TRADElube nicht erreicht. Prüfen Sie dann die drei Werte aus Schritt 3.
Häufige Stolpersteine
- Ein neues Paar, und nichts kommt mehr an. Neu Erstellen aus Schritt 1 ersetzt die Zugangsdaten sofort. Bis die neuen Werte nach Schritt 3 in CAO-Faktura stehen, kommt die Warenwirtschaft nicht mehr durch.
- Statuszuordnung mit vertauschten Nummern. Zeigt eine ID auf den falschen Status, landen Bestellungen im falschen Stadium. Prüfen Sie die Paare aus Schritt 5 auf beiden Seiten.
- Reste einer früheren Shopanbindung. Hat Ihre Warenwirtschaft schon einmal einen Shop bedient, tragen Artikel, Kunden und Bestellungen noch alte Shopzuordnungen, und die Übertragung aus Schritt 8 verknüpft dann falsch. Das Zurücksetzen ist ein Eingriff in die Datenbank der Warenwirtschaft. Das übernehmen wir gerne zusammen mit Ihnen.
- Ungültige Produkt-Kategorie-Zuordnungen. In CAO-Faktura können Zuordnungen auf Artikel oder Kategorien zeigen, die es nicht mehr gibt, und die Übertragung aus Schritt 8 endet dann mit einem Fehler. Auch diese Bereinigung ist ein Eingriff in die Datenbank, melden Sie sich dafür bei uns.
Weiterführend
- Kanal einrichten: der Weg durch TRADElube, der bei jedem System gleich ist
- CAO-Faktura (Kanäle): Zugangsdaten, Konfiguration, die neun Zuordnungsregister und die neunzehn Aktionen
- Kanäle: die zwei Bauarten von Kanälen und was daran hängt
- Nachverfolgung (Anleitungen): wie Sie eine Ausführung und einen einzelnen Datensatz nachvollziehen