Nachverfolgung - Was wurde wann wohin übertragen?
Wenn mehrere Systeme miteinander kommunizieren, etwa eine Warenwirtschaft, ein Onlineshop und ein Produktinformationssystem wie TRADElube, wird es schnell unübersichtlich: Wer hat wann welche Daten übertragen? Wurde ein Produkt aktualisiert oder nicht? Warum wurde ein Preis im Shop überschrieben? Oder warum nicht?
Genau hier setzt die Nachverfolgung in TRADElube an. Für jede Aufgabe, die Daten ausliest, verarbeitet oder überträgt, werden die übertragenen Inhalte sowie der Zeitpunkt protokolliert. Diese Protokolle ermöglichen es, im Nachhinein genau zu sehen, was passiert ist, und was nicht. Das ist nicht nur bei technischen Problemen hilfreich, sondern auch dann, wenn Sie einfach verstehen möchten, warum ein bestimmter Zustand im Shop oder in der Warenwirtschaft so aussieht, wie er aussieht.
Diese Seite zeigt Ihnen vier Dinge:
- wann ein Produkt, eine Kategorie oder ein Lagerbestand zuletzt synchronisiert wurde,
- ob dabei wirklich eine Änderung stattgefunden hat,
- welche Inhalte aus einer Quelle stammten und wie sie verarbeitet wurden,
- wie Sie die typischen Fragen selbst klären, ohne Rückfrage beim Support.
Hinweis: Auch wenn in dieser Dokumentation meist von „Produkten“ die Rede ist, gelten die beschriebenen Prinzipien genauso für Kategorien, Hersteller, Medien oder andere Datenarten.
Warum diese Nachverfolgung auch für Sie als Kunde sinnvoll ist
In vielen Fällen, in denen ein Fehler vermutet wird, liegt die Ursache nicht in TRADElube selbst, sondern in einem vor- oder nachgelagerten System, etwa in der Warenwirtschaft, im Shop oder in einem Plugin darin. Die Nachverfolgung erlaubt Ihnen eine erste Analyse in eigener Hand, und damit beginnt die Klärung mit einem Befund statt mit einer Vermutung.
Diese Eigeninitiative hilft nicht nur Ihnen, schneller zur Lösung zu kommen, sie ist auch für uns entscheidend. Wenn wir jede Anfrage im Detail analysieren müssten, obwohl die Ursache außerhalb von TRADElube liegt, entsteht Aufwand, der sich letztlich auf die Kosten für alle Kunden auswirkt. Beim Geschäftsmodell „Schnittstellen“ ist das ein kritischer Punkt.
Nutzen Sie die Nachverfolgung deshalb als Werkzeug zur Selbsthilfe. Sie ist genau dafür da.
Gesamtübersicht der Nachverfolgung
TRADElube bietet eine zentrale Übersicht über alle Einzelübertragungen, die im Rahmen der Datensynchronisation stattgefunden haben. Jede dieser Übertragungen betrifft ein bestimmtes Datenobjekt (siehe Spalte Details) und ist Teil einer bestimmten Aufgabe, diese wird in der Übersicht in der Spalte Kontext mit angezeigt. So können Sie nachvollziehen, was wann übertragen wurde, und woher der Impuls kam, etwa aus der Aufgabe Artikeldaten Lieferant Produkte Importieren oder Shopware Demoshop Produkte Hochladen.
Diese Übersicht hilft Ihnen dabei, auf einen Blick zu erkennen:
- Welche Übertragungen wann erfolgt sind
- Welche Datenobjekte (z. B. Produkte, Kategorien, Medien, ...) betroffen waren
- Ob ein Objekt Erstellt, Geändert oder Entfernt wurde, ob nichts zu tun war (Neutral) oder ob die Übertragung Fehlerhaft war
Sie finden diese Gesamtübersicht über den Navigationspunkt Nachverfolgung. Die Ansicht ist chronologisch sortiert, die neuesten Übertragungen stehen ganz oben.
Hinweis: Diese Seite und ihre Aufnahmen entstanden auf Basis der Version 1.3.0. Wenn Sie eine andere Version einsetzen, können Filter und Schaltflächen abweichen. Das Prinzip dahinter gibt es von Anfang an.

Filtermöglichkeiten
Um gezielt nach bestimmten Übertragungen zu suchen, stehen fünf Filter zur Verfügung, einer je Wert der Spalte Status:
- Neutral Keine Änderung festgestellt, daher keine aktive Übertragung
- Erstellt Das Objekt wurde neu angelegt
- Geändert Eine inhaltliche Änderung wurde erkannt und übertragen
- Entfernt Das Objekt wurde aus dem Kanal genommen
- Fehlerhaft Die Übertragung konnte nicht erfolgreich durchgeführt werden
Was diese Werte im Einzelnen aussagen und warum der Status am einzelnen Datensatz hängt und nicht an der Ausführung, steht unter Nachverfolgung.
Hinweis: Standardmäßig ist in der Nachverfolgung nur der Filter Fehlerhaft aktiv. Um auch erfolgreich übertragene oder geänderte Objekte zu sehen, müssen die entsprechenden Filter manuell zusätzlich aktiviert werden.
Zusätzlich können Sie über das Freitexteingabefeld Filter gezielt nach bestimmten Begriffen suchen, etwa nach einer Artikelnummer.
Ausgeführt Am gegen Änderungen Am
Zu jeder Übertragung zeigt TRADElube sowohl Ausgeführt Am (also wann diese einzelne Übertragung stattgefunden hat) als auch Änderungen Am (wann sich das Objekt zuletzt geändert hat). Diese beiden Zeitpunkte können voneinander abweichen, denn nicht jede Übertragung bewirkt tatsächlich eine Änderung, in diesem Fall ist dann der Änderungszeitpunkt älter als der letzte Ausführungszeitpunkt.
Die Tabelle ist dabei breiter als der Bereich, in dem sie steht. Änderungen Am liegt deshalb rechts außerhalb, so wie in der Abbildung oben, und kommt ins Bild, wenn Sie die Liste seitlich schieben.
TRADElube erkennt über einen Hash-Vergleich, ob sich an den Daten wirklich etwas geändert hat. Nur dann wird eine Übertragung ausgelöst. Das ist der Grund, warum ein Sortiment mit 50.000 Artikeln kein anderer Fall ist als eines mit 500, und es ist zugleich der Grund, warum in den Protokollen genau steht, was geändert wurde und was nicht.
Details zu einzelnen Übertragungen
Über die Schaltfläche Details Anzeigen öffnen Sie zu jeder einzelnen Übertragung einen eigenen Dialog (markieren Sie dazu vorher die gewünschte Protokollzeile in der Übersicht). Dort betrachten Sie die genauen Inhalte der Übertragung im Detail.

Hinweis: Dieser Dialog hat einen Scrollbalken, es hört also in diesem Beispiel nicht bei "referenceUnit": 5.0 auf, sondern man kann dann noch weiterscrollen (sowohl vertikal als auch horizontal, falls eine Zeile mal breiter ist als Ihr Bildschirm).
Sie sehen hier also ganz konkret, wie die Daten von dem vorgelagerten System geliefert wurden, bzw. wie die Daten an ein nachgelagertes System übergeben wurden (also je nachdem ob es sich bei dem Kontext um einen Import oder Export handelt). Auf Basis dessen können Sie also überprüfen, ob z. B. ein bestimmter Feldwert korrekt geliefert wurde oder nicht, bzw. übergeben wurde oder nicht.
Die Detailansicht zeigt zwar oft technisch strukturierte Formate wie XML oder JSON, aber lassen Sie sich davon nicht verwirren: Sie müssen diese Formate nicht im Detail verstehen, um die enthaltenen Informationen sinnvoll interpretieren zu können.
Einige praktische Beispiele:
- Sie sehen im Kontext der Aufgabe Shopware Demoshop Produkte Hochladen den Eintrag
"price": 19.99, obwohl Sie im Shop 24.99 erwarten, dann ist ersichtlich, dass TRADElube den Wert 19.99 übergeben hat. Überprüfen Sie dann am besten auch noch den Kontext, aus dem der Preis stammt, bei einer Lieferantendatei also Artikeldaten Lieferant Produkte Importieren, ob er schon so hereinkam. - Sie entdecken im Kontext der Aufgabe Shopware Demoshop Lagerbestände Hochladen, dass der Lagerbestand auf
"stock": 0gesetzt wurde, obwohl Sie einen Bestand erwarten, dann ging dieser Wert so hinaus. - Es ist im Kontext der Aufgabe Shopware Demoshop Produkte Hochladen gar kein Eintrag für ein bestimmtes Feld zu sehen, dann wurde dieses Feld vermutlich nicht synchronisiert, z. B. weil es in der Konfiguration ausgeschlossen ist.
Auch ohne technisches Hintergrundwissen lassen sich die übermittelten Werte also meist einordnen. Probieren Sie es aus, die Übung kommt mit der Zeit.
Tipp: Falls Sie sich unsicher sind, können Sie bei Ihrer Supportanfrage trotzdem bereits bei der Fehleranalyse behilflich sein, indem Sie uns diese Details und Ihre Vorab-Analyseergebnisse gleich mitliefern. Später wurden diese Details vielleicht schon durch eine erneute Übertragung wieder geändert, was dann eine Nachvollziehbarkeit erschwert. Ab Version 1.3.0 hebt TRADElube bis zu fünf Stände auf, die Vorgeschichte reicht also ein Stück zurück. Wie weit, steht unter Nachverfolgung.
Objektbezogene Nachverfolgung
Neben der Gesamtübersicht aller Übertragungen gibt es in TRADElube auch die Möglichkeit, die Übertragungen direkt im Kontext eines bestimmten Objekts, z. B. eines Produkts, einzusehen. Diese objektbezogene Nachverfolgung ist besonders hilfreich, wenn Sie sich auf ein einzelnes Produkt, eine Kategorie, einen Hersteller, ein Bild oder eine konkrete Bestellung konzentrieren möchten, ohne sich durch die gesamte Übertragungsliste aller Objekte arbeiten zu müssen.
Die Ansicht finden Sie z. B. in der Produktverwaltung. Suchen Sie ein bestimmtes Produkt z. B. über die Artikelnummer, öffnen Sie dieses über die Schaltfläche Bearbeiten und gehen Sie dann in den Bereich Kanäle (diesen finden Sie immer ganz unten, so auch bei Herstellern, Kategorien, Medien, Bestellungen & Kunden). Hier sehen Sie zunächst alle Kanäle aufgelistet, in denen das konkrete Objekt vorkommt.
Tipp: In der Gesamtübersicht der Nachverfolgung gibt es übrigens die Schaltfläche Gehe Zu. Auch darüber können Sie ohne Umweg direkt in das betroffene Objekt springen.

Über die Schaltfläche Nachverfolgung Anzeigen öffnet sich ein Dialog mit den zugehörigen Übertragungsdetails (markieren Sie vorher die Zeile mit dem gewünschten Kanal, dann wird die Schaltfläche aktiviert). Der Dialog ist in mehrere Registerkarten aufgeteilt, jeweils ein Register pro Aufgabe. Überlegen Sie sich also vorher, welchen Kontext Sie untersuchen möchten, und wählen Sie den relevanten Kanal sowie dann im Dialog das richtige Register. Im Screenshot etwa für den Kanal Shopware Demoshop die Aufgabe Lagerbestände Hochladen, wenn Sie herausfinden möchten, welcher Bestand für dieses konkrete Produkt zuletzt in den Shop gegangen ist.

Exkurs: Konfiguration einer Aufgabe selbst prüfen
Wenn Sie noch genauer verstehen möchten, wie bestimmte Daten überhaupt übertragen werden, lohnt sich ein Blick in die Konfiguration der jeweiligen Aufgabe. Diese finden Sie über den Navigationspunkt Aufgaben. Dort wählen Sie die gewünschte Aufgabe aus, etwa Shopware Demoshop Produkte Hochladen, und öffnen dann innerhalb der Aufgabe den Bereich Transferplan.
Im Transferplan können Sie die Konfiguration (meist aufgeteilt auf mehreren Registerseiten) einsehen, z. B.:
- Welche Felder werden übertragen?
- Welche technischen Feldnamen stecken dahinter?
- Sind bestimmte Felder von der Übertragung ausgenommen?
- Soll ein Feld nur über Nur bei Neuanlage gesetzt werden?
- Gibt es individuelle Skripte oder Umrechnungen?
Diese Informationen helfen Ihnen dabei, sich in den Details der Nachverfolgung besser zurechtzufinden und um die konkrete Ursache für bestimmte Datenwerte im Shop oder in der Warenwirtschaft besser eingrenzen zu können.
Beispiel:
Ein häufiger Fall betrifft die Preisfelder. Es kann zum Beispiel sein, dass das vorgelagerte System grundsätzlich verschiedene Preise anbietet (z. B. ein normaler Verkaufspreis und ein spezieller Internetverkaufspreis). Von außen lässt sich nicht erkennen, welcher Preis als der richtige festgelegt wurde, und beide Anforderungen kommen vor. Welche für Sie die sinnvollere ist, entscheiden Sie. In der Nachverfolgung sehen Sie, welcher Preis konkret übertragen wurde, und in der Konfiguration, welcher es sein sollte. Diese beiden Informationen zusammen ergeben also manchmal erst ein schlüssiges Bild, und es liegt im Problemfall entweder an der Konfiguration oder an den gelieferten Daten selbst.

Beachten Sie in diesem Beispiel die Angaben in Grau unter den Beschriftungen: tax, purchasePrice und price/gross. Das sind die technischen Feldnamen, nach denen Sie in den Details der Nachverfolgung suchen können. Der Zusatz /gross sagt dabei, dass an dieser Stelle der Bruttopreis erwartet wird. Ob brutto oder netto steht, kann einen Unterschied machen, sofern das liefernde System den Brutto- oder Nettopreis falsch berechnet hat, ein realer Fall aus der Praxis.
Gerade bei Daten wie Preis, Lagerbestand oder Kategoriezuordnung lohnt es sich, den Transferplan im Detail zu prüfen, insbesondere, wenn Ihnen die Nachverfolgung ein korrektes Ergebnis zeigt, das dennoch nicht Ihren Erwartungen entspricht.
Fazit: Volle Transparenz statt Rätselraten
Eine Schnittstelle verbindet mehrere Systeme, und bei einer Abweichung ist die eigentliche Arbeit, die Ursache einzugrenzen: Wurde der Wert so geliefert, so verarbeitet oder so übergeben? Wer das nicht selbst nachsehen kann, muss dafür jedes Mal den Support oder einen Dienstleister bemühen.
Hier sind alle Übertragungen für Sie einsehbar, von der Aufgabe über die konkreten Felder bis zu den tatsächlichen Inhalten. Damit ist die Ursache in Minuten eingegrenzt statt in Tagen, und viele Unklarheiten klären sich mit wenigen Klicks von selbst. Der Preis dafür steht auf dieser Seite: Sie sehen die Daten so, wie die Systeme sie austauschen, also in XML oder JSON.
🧩 Damit ist TRADElube keine „Blackbox“, sondern ein Werkzeug mit echter Nachvollziehbarkeit, was nicht nur Zeit spart, sondern auch die Klärung mit dem Anbieter Ihrer Warenwirtschaft, Ihres Shops oder eines anderen beteiligten Systems deutlich erleichtert.