Shopify anbinden

Diese Anleitung verbindet Ihren Shopify-Shop mit TRADElube: von der App im Entwicklerbereich von Shopify über die Installation im Shop bis zu den Zuordnungen und der ersten Übertragung. Anders als bei einem selbst gehosteten Shop tragen Sie kein Passwort ein. Sie legen bei Shopify eine App an, geben ihr die Rechte, die der Kanal braucht, und installieren sie in Ihrem Shop. Warum die Anmeldung so gebaut ist, steht unter Shopify (Kanäle). Den Weg durch TRADElube, der bei jedem System gleich ist, beschreibt Kanal einrichten vollständig.

Rechnen Sie mit einer knappen Stunde. Der längere Teil liegt bei Shopify, und er besteht aus mehr Schritten, als der Name „App anlegen" vermuten lässt.

Voraussetzungen

  • Ein Shopify-Shop. Seine Adresse endet auf .myshopify.com, und genau die brauchen Sie gleich.
  • Das Konto des Shop-Inhabers. Apps anlegen, veröffentlichen und installieren darf nur er. Ein Mitarbeiterkonto kommt bis zur Anmeldeseite und nicht weiter.
  • Der Shopify-Kanal in TRADElube ist angelegt. Das übernehmen wir, siehe Kanal einrichten.

Die App bei Shopify anlegen

Eine App ist bei Shopify ein Eintrag, der zwei Dinge festhält: wer zugreifen darf und worauf. Sie entsteht nicht in der gewohnten Shop-Verwaltung, sondern im Entwicklerbereich, dem Dev Dashboard. Der Weg dorthin beginnt trotzdem im Shop.

  1. Den Entwicklerbereich öffnen. Im Shop-Admin unter Einstellungen und dort Apps liegt oben rechts die Schaltfläche Apps entwickeln.

    Bereich Apps im Shopify-Adminbereich mit der Schaltfläche Apps entwickeln

  2. Ins Dev Dashboard wechseln. Die Seite App-Entwicklung bietet Apps im Dev Dashboard erstellen an. Die früheren benutzerdefinierten Apps, die auf derselben Seite stehen, sind ein auslaufender Weg: Neu anlegen lassen sie sich seit Januar 2026 nicht mehr.

    Seite App-Entwicklung mit der Schaltfläche Apps im Dev Dashboard erstellen

  3. Die App anlegen. Im Dev Dashboard führt App erstellen zu einem Formular mit zwei Wegen. Der rechte, Im Dev Dashboard starten, ist Ihrer: Tragen Sie einen Namen ein, an dem Sie die Anbindung wiedererkennen, etwa TRADElube, und bestätigen Sie mit Erstellen. Den linken Weg über die Shopify CLI brauchen Sie nicht.

    Formular App erstellen im Dev Dashboard mit eingetragenem App-Namen

  4. Eine Version anlegen. Die App hat jetzt einen Namen und sonst nichts. Alles Weitere, Rechte und Adressen, gehört zu einer Version, und erst eine veröffentlichte Version gilt. Auf der Übersicht führt Neue Version dorthin.

    Übersicht der App im Dev Dashboard mit den Bereichen Installationen, Verteilung und Versionen

  5. Rechte und Adressen eintragen. Drei Angaben entscheiden, ob die Anbindung später läuft.

    Ins Feld Bereiche gehört diese Liste, unverändert und ohne Leerzeichen:

    read_customers,write_customers,read_files,write_files,read_fulfillments,write_fulfillments,read_inventory,write_inventory,read_locations,read_merchant_managed_fulfillment_orders,read_orders,write_orders,read_products,write_products
    

    Sie deckt die Bereiche ab, in denen der Kanal arbeitet: Produkte samt Kollektionen, Dateien für die Bilder, Lagerbestände und Standorte, Bestellungen samt Auftragsabwicklung, Kunden. Fehlt ein Eintrag, scheitert nicht die Einrichtung, sondern später die Aufgabe, die ihn braucht.

    Ins Feld Weiterleitungs-URLs gehört https://app.tradelube.com/auth/callback/accept-shopify, in das Feld App-URL https://app.tradelube.com/auth/callback/install-shopify. Beide sind fest, unabhängig von Ihrem Shop. Über die erste kommt die erteilte Erlaubnis zurück, über die zweite beginnt die Installation.

    Das Kontrollkästchen Alten Installations-Flow verwenden bleibt leer. Damit verwaltet Shopify die Installation und erteilt genau die Rechte, die oben stehen.

    Formular Version erstellen mit den Feldern Bereiche, Weiterleitungs-URLs und App-URL

  6. Die Version veröffentlichen. Veröffentlichen oben rechts macht die Version aktiv. Bis dahin steht Ihre Konfiguration zwar da, gilt aber nicht, und die App lässt sich auch nicht installieren. Danach führt die Versionsansicht die Rechte und Adressen auf, die ab jetzt gelten.

    Aktive Version der App mit ihren Bereichen, Weiterleitungs-URLs und der App-URL

  7. Client-ID und Schlüssel ablesen. Unter Einstellungen der App stehen im Bereich Anmeldedaten die Client-ID und der Schlüssel. Kopieren Sie beide. Den Schlüssel zeigt Shopify erst nach einem Klick auf das Augensymbol.

    Bereich Anmeldedaten der App mit Client-ID und Schlüssel

Die Zugangsdaten in TRADElube eintragen

Dieser Schritt kommt vor der Installation, und die Reihenfolge ist keine Geschmacksfrage: Beim Installieren ruft Shopify TRADElube auf und nennt dabei nur die Adresse Ihres Shops. Daran erkennt TRADElube, zu welchem Kanal die Installation gehört. Steht die Adresse noch nirgends, endet der Weg auf der Startseite.

  1. Shop, Client-ID und Schlüssel eintragen. Öffnen Sie unter dem Navigationspunkt Kanäle Ihren Shopify-Kanal über die Schaltfläche Bearbeiten. In das Feld Shop im Bereich Zugangsdaten gehört der bloße Name Ihres Shops, also farbenwelt-demo-de.myshopify.com ohne https:// davor und ohne Pfad dahinter. Dazu kommen die beiden Werte aus Schritt 7 in Client Id und Client Secret. Speichern Sie den Kanal. Unter den Feldern steht jetzt Authorisierung ausstehend: Der Kanal weiß, wer er ist, und darf noch nichts.

    Bereich Zugangsdaten des Shopify-Kanals mit eingetragener Shop-Adresse und dem Hinweis Authorisierung ausstehend

In das Feld Shop gehört der Name, unter dem Shopify Ihren Shop führt, also der auf .myshopify.com. Er steht im Shop-Admin unter dem Namen Ihres Shops und in der Adresse des Adminbereichs, admin.shopify.com/store/…. Eingetragen wird er ohne https://: TRADElube setzt das selbst davor, und mit einem zweiten Mal entsteht eine Adresse, die es nicht gibt.

Jede andere Adresse, unter der Ihr Shop erreichbar ist, scheitert an der Schnittstelle, auch wenn der Browser damit ans Ziel kommt: die Domain, unter der Ihre Kunden einkaufen, eine als Alias eingerichtete Zweitdomain und ebenso eine frühere .myshopify.com-Adresse, falls Sie den Shop einmal umbenannt haben. Alle drei leiten Besucher weiter. Eine Weiterleitung ist für eine Schnittstelle aber keine Adresse, sondern eine Antwort, mit der sie nichts anfangen kann.

Die App im Shop installieren

Die App existiert jetzt, Ihr Shop kennt sie aber noch nicht. Diesen Schritt macht Shopify und nicht TRADElube, und er lässt sich von TRADElube aus auch nicht anstoßen.

  1. Die Verteilung festlegen und installieren. Auf der Übersicht der App führt App installieren zum Installationslink für Ihren Shop. Shopify zeigt daraufhin, welche Zugriffe die App verlangt, und Installieren erteilt sie.

    Zustimmungsseite von Shopify mit den angeforderten Zugriffen und der Schaltfläche Installieren

    Danach steht die App im Shop unter Einstellungen und Apps in der Liste der installierten Apps.

Die Verteilung wählen Sie einmal und nie wieder: Shopify lässt sie nachträglich nicht ändern. Für einen einzelnen Shop ist Custom distribution die richtige Wahl, und die Store-Adresse, die Sie dabei eintragen, ist wieder die auf .myshopify.com.

Die Anbindung abschließen

Ab hier arbeiten Sie wieder in TRADElube, und der Rest ist derselbe wie bei jedem Kanal.

  1. Zugriff erlauben. Die Schaltfläche Zugang Anfordern führt Sie zu Shopify. Weil die App dort schon installiert ist, bestätigen Sie nur noch. Zurück in TRADElube steht in der Zeile unter den Feldern Authorisierung erfolgreich samt Datum, und die Felder sind verschwunden: Der Zugangstoken gehört ab jetzt Shopify und TRADElube gemeinsam, einzustellen bleibt daran nichts.

    Bereich Zugangsdaten nach erteilter Erlaubnis mit dem Hinweis Authorisierung erfolgreich

  2. Verbindung prüfen. Drücken Sie Verbinden. Die Schaltfläche wird erst mit der erteilten Erlaubnis anklickbar, fragt bei Shopify nach und antwortet mit Verbindung erfolgreich oder mit dem Text, den Shopify zurückgegeben hat.

  3. Zuordnungen füllen, die Optionen zuerst. Der Kanal führt vier Register, und eines davon entscheidet über die Erstbefüllung: Im Register Optionen verbinden Sie Ihre Variantenachsen mit den Optionen, die Shopify am Produkt führt. In die Spalte Extern tippen Sie den Optionsnamen, in Intern wählen Sie Ihre Auswahl-Eigenschaft. Bleibt das Register leer, kommen alle Produkte fehlerfrei an, und trotzdem lässt sich im Shop keine Ausführung wählen. Zahlungsarten und Lieferarten füllen Sie dagegen erst mit der ersten Bestellung, denn Shopify gibt diese Listen nicht als Listen heraus. Was in welches Register gehört, steht unter Shopify (Kanäle).

  4. Erstbefüllung starten. Starten Sie die Aufgaben einmal von Hand, in dieser Reihenfolge: erst Kollektionen und Medien, dann die Produkte, danach die Lagerbestände. Der Grund: Was ein Datensatz als Verweis braucht, muss vorher da sein, und ein Produkt verweist auf beides. Danach stellen Sie je Aufgabe den Takt ein. Beides im Einzelnen: Aufgaben planen und starten.

Stellt Ihre App den Zugangstoken selbst aus, wie es eine nur für den eigenen Shop bestimmte App tut, entfallen die Schritte 9 und 10 bis auf die Verbindungsprüfung: Tragen Sie in Schritt 8 nur Shop und Zugangstoken ein und lassen Sie die beiden Felder darüber leer. Der Kanal gilt damit als angemeldet.

Ergebnis prüfen

Die Zeile unter den Zugangsdaten sagt, wo Sie stehen: Authorisierung ausstehend vor der Zustimmung, Authorisierung erfolgreich samt Datum danach. Verbinden beantwortet, ob die Erlaubnis wirklich trägt. Nach der Erstbefüllung zeigt der Bereich Nachverfolgung der Aufgabe je Datensatz Erstellt, und im Shop stehen Kollektionen, Bilder und Produkte. Sehen Sie an einer Stichprobe nach, am besten an einem Produkt mit Varianten.

Rechte später ändern

Kommt eine Aufgabe hinzu, die mehr darf als bisher, ändern Sie die Rechte nicht an der Anbindung, sondern an der App: neue Version anlegen, das Feld Bereiche ergänzen, veröffentlichen. Der Shop merkt das beim nächsten Zugriff und legt Ihnen die Erweiterung als Datenzugriff aktualisieren vor, und erst Ihr Aktualisieren erteilt sie.

Häufige Stolpersteine

  • Shopify nennt den Installationslink ungültig. Dann hat die App keine veröffentlichte Version, oder die Verteilung ist noch nicht festgelegt. Beides sitzt in den Schritten 6 und 9.
  • Nach der Installation landen Sie auf der Startseite statt im Kanal. Dann war die Shop-Adresse aus Schritt 8 noch nicht gespeichert, als Shopify TRADElube aufgerufen hat. Tragen Sie sie nach und starten Sie über Zugang Anfordern.
  • Zugang Anfordern steht nicht da. Die Schaltfläche erscheint erst, wenn im Feld Shop ein Shopname steht. Ohne Shop wüsste sie nicht, wohin sie führen soll.
  • Verbinden bleibt abgeschaltet. Die Schaltfläche wird erst anklickbar, wenn eine Erlaubnis vorliegt, über die Zustimmung aus Schritt 10 oder über einen eingetragenen Zugangstoken.
  • Die Statuszeile verlangt eine neue Zustimmung. Nach einem Wechsel des Schlüssels steht dort Erneuerung erforderlich. Wiederholen Sie Schritt 10 über Zugang Anfordern. Die Anbindung läuft danach weiter wie zuvor.
  • Eine Aufgabe scheitert an fehlenden Rechten, obwohl die Anbindung steht. Dann fehlt in der aktiven Version der App ein Eintrag im Feld Bereiche, siehe „Rechte später ändern".
  • Im Shop lässt sich keine Ausführung wählen. Dann ist das Register Optionen aus Schritt 12 leer geblieben, siehe Produkte Hochladen (Shopify).

Weiterführend