Kanalzuordnungen
Eine Kanalzuordnung ist die dauerhafte Verknüpfung eines Datensatzes in TRADElube mit seinem Gegenstück in einem angebundenen System. TRADElube führt sie an allen sechs Hauptobjekten: an Produkten, Herstellern, Kategorien, Medien, Bestellungen und Kunden.
Der Anlass dafür: Ein Produkt, das in einem Onlineshop steht, ist dort ein eigener Datensatz mit einer eigenen, meist ganz anders aussehenden Kennung. Damit die nächste Ausführung dieses Gegenstück wiederfindet und aktualisiert, statt es ein zweites Mal anzulegen, merkt sich TRADElube die Verbindung.
Diese Notiz ist unauffällig und trägt trotzdem die halbe Synchronisation. Vor allem aber ist sie der Faden, an dem die Nachverfolgung hängt: Jeder Datensatz trägt seine eigene Zuordnung, mit eigenem Status und eigenem Protokoll. Im Störungsfall ist deshalb in wenigen Klicks beantwortet, was mit genau diesem einen Produkt geschehen ist, Feld für Feld. Das ist der Unterschied zwischen einer Rückfrage von Minuten und einer von Tagen, in der niemand weiß, wo der Wert überhaupt entstanden ist.
Und fast jedes „das Produkt ist auf einmal doppelt im Shop" geht auf eine Kanalzuordnung zurück, die nicht mehr passte.
Was eine Kanalzuordnung ist
Eine Kanalzuordnung gehört immer zu einem Datensatz und einem Kanal. Ein Produkt, das in zwei Shops steht, hat deshalb zwei davon, und in jedem Shop darf es eine völlig andere Kennung tragen.
Sie stehen am Datensatz selbst, im Bereich Kanäle. Der steht immer ganz unten auf der Detailseite, und zwar bei allen sechs Objekten gleich: Öffnen Sie ein Produkt, einen Hersteller, eine Kategorie, ein Medium, eine Bestellung oder einen Kunden über die Schaltfläche Bearbeiten und gehen Sie ans Ende der Seite.

Dort steht je Zeile ein Kanal, die Kennung des Gegenstücks in der Spalte Zuordnung, wann zuletzt übertragen wurde, wann sich zuletzt etwas geändert hat, und der Status. Wie diese Kennungen aussehen, entscheidet allein das angebundene System: Eine Lieferantendatei liefert eine sprechende Nummer, ein Shopsystem eine lange Zeichenfolge, ein anderes eine zusammengesetzte Kennung. Nichts davon müssen Sie lesen können. Wichtig ist nur, dass etwas dasteht.
Drei ähnliche Wörter, drei verschiedene Dinge
An dieser Stelle liegen drei Begriffe dicht beieinander, die leicht verwechselt werden. Die Oberfläche trennt sie sauber, und wer sie zusammenzieht, sucht später an der falschen Stelle:
| Wort | Was gemeint ist | Wo es steht |
|---|---|---|
| Zuweisung | Eine Zeile im Transferplan: woher ein Wert kommt und in welches Feld er geschrieben wird | an der Aufgabe, im Bereich Transferplan |
| Zuordnung | Eine Wertepaarung zwischen beiden Seiten für Auswahllisten, etwa welcher Bestellstatus des Shops welchem Status in TRADElube entspricht | am Kanal, im Bereich Zuordnungen |
| Kanalzuordnung | Die dauerhafte Verknüpfung eines Datensatzes mit seinem Gegenstück, um die es auf dieser Seite geht | am Datensatz, im Bereich Kanäle |
Die mittlere gilt für eine ganze Liste und wird einmal eingerichtet. Die letzte gilt für genau ein Produkt, entsteht von allein und wächst mit jedem Datensatz mit.
Wie sie entsteht
Eine Kanalzuordnung legen Sie nicht an, sie entsteht bei der Ausführung. Beim Import trägt sie den Wert, den die Quelle als Kennung mitbringt, etwa die Kennung des Lieferanten für diesen Artikel. Beim Export ist es die Kennung, die das Zielsystem beim Anlegen zurückgibt.
Wo Sie darauf Einfluss nehmen, hängt an der Bauart des Kanals, und die drei Fälle sehen verschieden aus:
| Kanal | Woran ein Datensatz wiedererkannt wird |
|---|---|
| Standardkanal mit Aufgaben, etwa ein Onlineshop | Die Kennung gibt das angebundene System vor. Einstellbar ist nur, woran ein bereits vorhandener Eintrag beim allerersten Mal erkannt wird: Zeile Bestehender Eintrag im Abschnitt Auswahl der Aufgabe, siehe Transferplan |
| Benutzerdefinierter Kanal | Die Zuweisung Zuordnung am Datensatz des Transferplans bestimmt, was zur Kennung wird. Das ist die freieste und damit auch die folgenreichste der drei Einstellungen |
| Connector, bei dem sich die Gegenseite meldet | Nichts einzustellen. Das angebundene System schickt seine eigene Kennung mit. Kennt TRADElube sie noch nicht, sucht es ersatzweise über die Produktnummer |
Ist die Struktur mehrstufig, wird die Kennung über die Stufen zusammengesetzt. Deshalb sieht die Zuordnung eines Datensatzes gelegentlich aus wie zwei Kennungen mit einem Trennzeichen dazwischen, und das ist genau richtig so: Eine Variante wird über ihren Hauptartikel und ihre eigene Kennung identifiziert.
Woran sie hängt, und wann sie bricht
Der entscheidende Punkt ist, welchen Wert Sie zur Zuordnung machen, denn dieser Wert muss über Jahre derselbe bleiben. Er ist kein Feld, das man nebenbei pflegt, sondern die Identität des Datensatzes gegenüber diesem Kanal.
Naheliegend, und trotzdem die falsche Wahl, ist die Artikelnummer. Sie ist eine Bezeichnung und ändert sich im Alltag: Ein Lieferant nummeriert um, ein Sortiment wird umgestellt, eine Nummer wird korrigiert. Was daraus wird, steht im nächsten Abschnitt.
Richtig ist eine Kennung, die die Quelle selbst als unveränderlich führt und die nichts mit der Bezeichnung zu tun hat.
Die Frage stellt sich allerdings nur dort, wo Sie die Wahl haben, also beim benutzerdefinierten Kanal. Bei einem Onlineshop vergibt das Zielsystem die Kennung selbst, und es gibt nichts zu entscheiden.
Zwei weitere Wege, auf denen eine Kanalzuordnung ihren Bezug verliert:
- Im angebundenen System wird das Gegenstück gelöscht. Die Zuordnung zeigt dann auf etwas, das es nicht mehr gibt. Die nächste Ausführung legt den Datensatz neu an.
- Der Kanal wird gelöscht. Mit ihm gehen alle seine Kanalzuordnungen. Eine spätere Übertragung über einen neuen Kanal legt sämtliche Datensätze im Zielsystem erneut an, selbst wenn dort noch alles steht.
Wenn der Lieferant umnummeriert
Wie viel an dieser einen Einstellung hängt, zeigt der häufigste Anlass: Ihr Lieferant stellt zum Jahreswechsel seine Nummernkreise um. Aus 4700-1015 wird LK-1015, bei 1.200 Artikeln auf einmal. In der Nacht darauf läuft der Import wie immer, und was er anrichtet, entscheidet die Zuweisung Zuordnung im Transferplan dieses Kanals:
| Was als Zuordnung eingestellt ist | Was die nächste Ausführung tut |
|---|---|
| die Artikelnummer | Zu keiner der 1.200 Zeilen findet sich eine Kanalzuordnung. TRADElube hält jede für einen neuen Artikel und legt sie an. Sie führen danach 2.400 Produkte, und der Upload stellt 1.200 davon zusätzlich in den Shop |
| eine Kennung, die der Lieferant nie ändert | Jede Zeile findet ihren Artikel. Die neue Nummer wird in das Feld Produktnummer geschrieben, sonst ändert sich nichts. Im Shop steht am Morgen dieselbe Artikelanzahl wie am Abend |
Der Unterschied kostet Sie am Tag der Einrichtung nichts, und danach ist er nicht mehr zurückzunehmen. Die 1.200 neu angelegten Produkte tragen ab dieser Ausführung selbst gültige Kanalzuordnungen. TRADElube arbeitet mit ihnen folgerichtig weiter und kann nicht wissen, dass es dieselben Artikel zweimal führt. Aufräumen heißt dann: löschen, im Shop und im Mandanten.
Die Frage an die Quelle lautet deshalb nicht „welche Spalte ist eindeutig", sondern „welche Spalte ändert Ihr Lieferant nie". Und wenn es keine solche Spalte gibt, ist das eine Antwort und kein Versäumnis: Dann steht die Artikelnummer da, und eine Umnummerierung ist ein angekündigter Termin, an dem wir gemeinsam nachziehen, statt eine Überraschung in der Nacht.
Der Weg von der Zuordnung in die Nachverfolgung
Der Status an der Zuordnung sagt, dass etwas übertragen wurde, und was seine Werte bedeuten, steht unter Nachverfolgung. Was genau übertragen wurde, steht einen Klick weiter, und diese Verbindung ist der eigentliche Nutzen der Kanalzuordnung: Sie ist die einzige Stelle, an der ein einzelner Datensatz und eine einzelne Ausführung zusammenkommen.
Markieren Sie im Bereich Kanäle die Zeile des Kanals, der Sie interessiert, dann wird die Schaltfläche Nachverfolgung Anzeigen aktiv. Der Dialog dahinter ist in Register aufgeteilt, eines je Aufgabe, und jedes Register trägt den Namen der Aufgabe. Überlegen Sie sich also vorher, welchen Vorgang Sie untersuchen wollen: Produkte und Lagerbestände laufen über zwei verschiedene Aufgaben und stehen deshalb in zwei verschiedenen Registern.
Oben im Register steht, worum es geht, und diese vier Angaben beantworten die meisten Fragen schon: Objekt Info nennt den Datensatz, Status sein Ergebnis, Ausgeführt Am den Zeitpunkt der Ausführung und Änderungen Am den Zeitpunkt der letzten tatsächlichen Änderung. Stehen die beiden Zeitpunkte weit auseinander, hat die letzte Ausführung nichts mehr zu tun gehabt.

Darunter steht der tatsächliche Inhalt der Übertragung, so wie das andere System ihn geliefert oder entgegengenommen hat. Das Format ist technisch, meist XML oder JSON, aber lesen lässt es sich trotzdem: Steht dort <price>19.99</price>, während Sie 24,99 erwarten, ist die Frage beantwortet, ohne dass Sie das Format verstehen müssen.
Dabei sehen Sie nicht nur den letzten Stand, sondern auch die vorherigen. Was dabei aufgehoben wird und wie weit die Vorgeschichte zurückreicht, steht unter Nachverfolgung.
Umgekehrt geht es genauso: In der Gesamtübersicht der Nachverfolgung führt die Schaltfläche Gehe Zu direkt in den betroffenen Datensatz.
Der ausführliche Weg mit Bildern steht unter Nachverfolgung der Datenübertragungen.
Zusammenspiel
Die Kanalzuordnung ist die Stelle, an der die anderen Begriffe zusammenlaufen:
- Der Kanal besitzt sie. Mit ihm entsteht und vergeht sie.
- Woran ein Datensatz wiedererkannt wird, entscheidet beim benutzerdefinierten Kanal die Zuweisung Zuordnung im Transferplan, bei einem Standardkanal die Zeile Bestehender Eintrag im Abschnitt Auswahl der Aufgabe, und bei einem Connector die Gegenseite. Wo Sie es einstellen können, ist es die folgenreichste einzelne Einstellung.
- Die Aufgabe schreibt sie fort, bei jeder Ausführung.
- Die Nachverfolgung hängt an ihr: Je Kanalzuordnung und Aufgabe gibt es genau einen Eintrag, der die Übertragungen dieses Datensatzes festhält.
- Verweise zwischen Datensätzen laufen über sie: Ein Produkt findet seine Kategorie im Shop, weil die Kategorie dort eine Kanalzuordnung hat. Deshalb muss die Kategorie vorher übertragen worden sein.
Weiterführend
- Produkt erscheint nicht im Shop: die Prüfliste, in der die Kanalzuordnung eine der ersten Stationen ist
- Produkte (Referenz): die Felder und Schaltflächen des Bereichs Kanäle am Datensatz
- Kanäle und Aufgaben (Referenz): alle Felder und Schaltflächen des Kanals selbst, darunter sein Bereich Zuordnungen
- Transferplan: wo die Zuweisung Zuordnung gesetzt wird
- Kanäle: wozu die Kanalzuordnung gehört
- Nachverfolgung (Konzepte): was ein Eintrag festhält, was sein Status sagt und wie weit die Vorgeschichte reicht
- Nachverfolgung (Anleitungen): was zu einer einzelnen Zuordnung protokolliert ist
- Grundlagen der Synchronisation: warum nur Geändertes übertragen wird